Donnerstag, 24. März 2011

9.2.2011 Lass doch mal Sommer werden

Jetzt war eine ziemlich lange Blogging-Pause.
Allerdings haben wir die Zeit nicht ungenützt verstreichen lassen.
Heute hatten wir, obwohl schon fast nicht mehr damit gerechnet jemals an diesen Punkt zu gelangen, unsere erste Colorgrading Session.  Das war ziemlich abgefahren. Für mich ist das in diesem Ausmaß absolutes Neuland. Da gibts so drei Rädchen an denen kann man drehen und dann ändert sich das Bild. (das ist die ziemlich vereinfachte Erklärung, tatsächlich gibts da noch ein paar Knöpfe, die alle irgendwas anderes machen. Ich versuche das morgen noch etwas besser zu durchschauen) Auf jeden Fall ist es wie Zauberei. Man kann wirklich alles machen. Frühling, Herbst, Winter, Nacht und für uns am Wichtigsten SOMMER. Den hatten wir im Bild natürlich schon, aber jetzt mit Blick auf diesen wunderbar kalibrierten Monitor schaut er nochmal einige Grad wärmer aus. Das gefällt uns natürlich. Ach ja, das Wichtigste habe ich fast vergessen: Unseren wunderbaren und vorallem sehr wichtigen Colorgrader: Martin Noweck, der unser bei dieser Produktion schon in mancherlei Hinsicht eine große Hilfe war!

Langsam aber sicher neigt sich die Arbeit an diesem Kurzfilm dem Ende zu. Kaum zu glauben. Aber ich tus lieber auch erst, wenn es so weit ist.
Momentan hat sich die Arbeit daran auch etwas verändert und wir müssen uns überlegen, wann und wo wir Premiere machen, wie das Plakat aussehen soll usw.
Puh, da vermisse ich ein bisschen die guten, alten, nervenaufreibenden Tage mit dem Thomas im Schneideraum, oder die dunklen Stunden mit Benni im Tonstudio. 
"Geschwisterherzen" hat jetzt eine Aussenstelle in China: Michael, unser Mischer und Sounddesigner arbeitet nun aus Peking.
Und noch eine Weitere in Österreich. Der liebe Gregor Schmidinger, ein österreichischer Regisseur sitzt gerade an den Untertiteln, damit auch nicht-deutschsprachige Menschen diesen Film anschauen können. (Falls sie das denn wollen sollten) Überarbeitet werden diese von der lieben Isabella Hübner.

So genug geschrieben, meine Einträge werden von Zeile zu Zeile nicht gerade spannender... Verzeihung.

Gute Nacht & bis bald.



Mittwoch, 24. November 2010

PEZ FEZ

So, trotz momentanen Videoclip-Drehs, vernachlässigen wir die Geschwisterherzen natürlich nicht! 
Nach einem ziemlichen anstrengenden Drehtag am Freitag, gings dann Samstag morgens gleich ins Studio um ein bisschen was nach zu synchronisieren mit unseren Geschwistern Hendrik und Lotte, bzw. Gabriel und Janina. Das war echt mal wieder ziemlich lustig, dass wir uns alle wieder gesehen haben. Also in dieser Konstellation seit Drehende, oder irgendwann danach. 
Obwohl ich die Beiden ja eh tagtäglich auf dem Monitor sehe, aber das ist natürlich nicht das Gleiche. 
Der Michi, das ist unser Mischer, hat den ganzen Spaß gemanaget.
Zwischendrin wurde ich in der Sprecherkabine vom Gabriel verprügelt, natürlich nur für den Ton.
Danach haben wir eine Studie darüber gemacht, wie sich Menschen in geschlossenen Räumen verhalten. Hier unser Ergebnis:
video

Mittwoch, 17. November 2010

Lass doch mal...

...ins Studio gehen.


Fast live aus dem Tonstudio.
Ich war dieses Wochenende im wunderbaren Augsburg beim Benni um Musik zu machen.
Das Wetter war ja unglaublich. Leider haben wir das gesamte Wochenende nicht wirklich was davon gehabt weil wir von morgens bis nachts im -1Stock waren, ohne Fenster. Aber dafür kam uns die Sonne in den gelegentlichen Pausen um Kaffee zu holen, umso heller und wärmer vor. Voll ulkig ey.
Es hat richtig Spaß gemacht und wir sind sehr weit gekommen. Außerdem habe ich so viel gelernt:
Wir man auf einen REC-Button drückt. 
Wie man in einem bestimmten Rhythmus klatscht (mindestens einmal habe ich es geschafft)
Was ein Vibraphon ist
und ich habe sogar drei Akkorde auf der Gitarre gelernt. Die sitzen noch nicht so richtig, aber zumindest weiß ich jetzt, wie es sich anfühlt Rockstar zu sein.
Das Resultat werdet ihr ja spätestens auf der Premiere sehen bzw- hören. (Also das vom Benni, nicht meine drei Akkorde)

das Vibraphon

der Baum

der Mond

der Benni und der Hubi

das schöne Wetter

die Babygitarre

der Film

das Entmuten

der Arbeitsplatz

Montag, 8. November 2010

DT 8 und Abschussfest

Die gestrige Abend hat dann doch einige Spuren hinterlassen. Im Haus sowie auch physische. Bei mir zumindest. Am Morgen mussten wir (etwas fertig) alles zusammenpacken, ausziehen und zum nächsten Motiv ziehen. 
Das war ganz entspannt vor der Bäckerei Floß, nur eine Einstellung. Wir haben uns dann noch vom Blumenladen nebenan, tolle Blumentöpfe zusammengeschnorrt, um das Bild ein wenig zu verschönern. Und dann war es endlich soweit. Wir hatten Drehschluss. Nicht nur für diesen Tag, sondern der ganze Film war abgdreht. Jucheee!
Wanda und ich sind dann mit dem Beetle-Cabrio, mit dem wir offen fahren mussten, da er voll mit Koffern, Getränkekästen und Technik, in die Stadt zu mir Nachhause gefahren.
Vor der Haustür ist mir dann mit Schrecken eingefallen, dass man ja zum Betreten der Wohnung einen Schlüssel braucht. Verdammt. Dieser ist nämlich, einst am Schlüssel unseres Spielautos, irgendwo liegen geblieben. Also saßen wir im Auto und wussten nicht was wir machen sollten. Ach ja, mein Handy hatte ich im Übrigen auch längst verloren. Keiner meiner Mitbewohner war Zuhause, außerdem musste ich zu Licht und Ton, Technik zurückbringen und kannte die Adresse nicht. Ich habe Wanda in einem Cafe abgeladen und bin mal auf Gut-Glück in die Richtung gefahren, in der ich den Verleiher vermutete. Mit Erfolg. Dann zurück, Wanda einsammeln. Ich wurde schon etwas panisch, da ich mittlerweile nicht nur mein Handy,  mein Schlüssel sondern jetzt auch noch Wanda verloren hatte und in ca. 3 Stunden würden die Leute vor meiner verschlossenen Tür zum Abschlussfest stehen. Nice.
Aber kurz und gut: Wanda ist aufgetaucht und wir sind aufs Land zu den Eltern meiner Mitbewohnerin zu fahren um den Schlüssel zu holen.
Und dann hatten wir immer noch 10min. Zeit zu auszuschlafen, die wir auch bis zur letzten Minute genossen.

Das Abschlussfest, zuerst bei mir in der Wohnung, Löschzwerge, Wein und Wodka-Bull reich war wirklich schön. Der Thomas hatte einen kleinen Teamfilm zusammengeschnitten. Jippie. 
Dann gings weiter in die Liga zum Tanzen.

So, jetzt 2 Monate nach Drehende bin ich endlich am Ende das Drehtagebuchs angekommen. Und abschliessend dazu sollte nochmal erwähnt werden, mit welch tollem Team, sowie Schauspieler und Unterstützern wir gesegnet waren. 
Für mich war es eine anstrengende. lehrreiche, lustige und vorallem unvergessliche Zeit!!!

Bald melden wir uns mal wieder aus dem Schneideraum, bzw. der Mischung! 

Mittwoch, 3. November 2010

Drehtag 7, Lottes Mount

Der vorletzte Drehtag hat richtig Spaß gemacht. Zum Einen, weil es der letzte Drehtag am See war, die Sonne geschienen hat und der Druck langsam nachließ.
Morgens sind wir mit ganz kleinem Team und der Janina in die Landschaft gefahren, um sie beim Autofahren zu filmen. Nach anfänglichem Üben hat das sogar ganz gut funktioniert. Ich konnte zwar meinen Lieblingsshot, wegen mangelnder Haarverwehungen nicht machen, aber den Kopf bei 70km/h aus dem Cabrio zu strecken, macht das mehr als wett. 
Wir hätten bestimmt noch den ganzen Tag dort weiterdrehen können, aber da hat Trini dann interveniert.
Bei immer noch wunderbarer Sonne gings weiter mit Janina /Lotte im Garten. Das Glück schien uns weiterhin hold zu sein, denn die Sonne strahlte und sogar die Schmetterlinge flogen auf Anschluss.
Dann wurden Wanda und Janina mal wieder aufs Wasser geschickt. Und wir schafften es sogar eine Szene des vorherigen Tages neu, bei noch schönerem Wetter zu drehen. 
Und noch dazu eine Einstellung des ersten Tages nachzudrehen, die schon fast ein bisschen dunkel war. Das war außerdem die letzte Einstellung von Gabriel und Wanda. Langsam habe ich dann irgendwann begriffen, dass sich der Dreh wirklich dem Ende zuneigt. 
Aber so richtig Zeit haben wir uns dann nochmal bei letzten Bild des Tages gelassen, in der Lotte halbnackt auf dem Bett liegt. Juchee. 
Am Abend war ich zum ersten Mal seit Tagen richtig entspannt und wir haben ein kleines vorgezogenes See-Abschlussfest gefeiert. Außerdem haben wir mal wieder gegrillt. Herrlich wars!











Dienstag, 2. November 2010

DT 6 Megan Fox

Es gab eine lange lange Pause, deswegen sind meine Erinnerungen an diesen Dreh wohl nicht mehr ganz so minutiös und genau. 
DT 6
Der letzte Tag an dem wir Gabriel hatten. Und das auch nicht besonders lang.
Das war die erste Nacht, die vielleicht etwas zu kurz zwar, da wir trotz langem drehen am vorherigen Tag, nicht versetzt anfangen konnten.
Und wir hatten noch so viel vor. Mitunter die ganzen Seeszenen, die wir bis dato aus Wettergründen immer aufschieben mussten. Aber überraschender und glücklicherweise war wirklich schönes Wetter.
Im Hof mussten wir auch noch die Party-Ankunft-Szene nachdrehen, ohne echte Komparsen. Also wurde das Team verbraten. Unsere Produzentin stellte sich als wahnsinnig unbegabte Komparsin raus. (Tut mir leid Trini). Das war alles ziemlich kompliziert, da wir nebenbei die Baustelle auch immmer ruhig halten mussten. Das hat die ganze Sache nicht gerade vereinfacht. Da ich auch noch ziemlich nervös war bin ich etwas ausgeflippt. Es hat aber trotz Sonnencremebärten und Brillen, sowie Komparsen in Arbeitskleidung alles noch geklappt und wir konnten in den See ziehen:
Janina musste also im Neoprenanzug durch den See schwimmen und Gabriel mit einem Megaphon schreiend am Ufer stehen. Und ich bin mit dem Surfbrett nebenher gepaddelt. 
Dann kam die große Wasserschlacht, (arme Kamera) bei der uns die Sonne weggegangen ist. Als wir dann nur noch mit Wanda am See drehten, fing urplötzlich der Gabriel wie wild zu schreien an. Uns ist Allen das Herz stehen geblieben, als er brüllend vom Haus zu uns rüber gerannt kam. Allerdings war es wieder Erwarten eine wirklich gute Neuigkeit, da sein Dreh am nächsten Tag verschoben wurde. Das hat uns wirklich gerettet. Und wir hatten nicht mal mehr Nachtszenen, das versprach also ein etwas geruhsamerer Abend zu werden als sonst. Trini und ich genossen gemeinsam und geduscht den Sonnenuntergang. Die Jungs (Gabriel, Markus und Yuri) taten es uns gleich, aber im Boot auf dem See. Es schien ein wunderbarer Abend gewesen zu sein. O-Ton Markus: "Die Lichttemperatur war unglaublich" O-Ton Gabriel: "Dem Glück so nah" und O-Ton Yuri: "Gibts noch mehr Löschzwerge".
Das einzige Vorkommnis, das die Erinnerung an diesen wunderbaren Abend trübt, fand kurz vorm Schlafen statt. Voller Elan, nichts ahnend, wollte ich mein Kissen zurecht rücken. Darunter fand ich eine (lebendige) Riesenspinne. Wirklich riesig, für den hiesigen Breitengrad. Sie wurde in eine Flasche verbannt und aus dem Sichtfeld getragen. Da wir totmüde waren, konnte nicht mal das uns den Schlaf rauben und wir hörten mal wieder friedlich TKKG (zum 5.Mal die ersten 10min.), nichtsahnend, dass sich in diesem Zimmer mindestens noch fünf weitere dieser Riesenspinnen verbargen...